Ab 2026 werden die Strompreise für Millionen Stromkunden günstiger aufgrund sinkender Netzentgelte.
Kunden, die davon nicht profitieren, haben die Möglichkeit, ihre Stromkosten durch einen Wechsel zu senken, da Stromtarife von alternativen Anbietern derzeit 20 bis 30 Prozent günstiger sind.
Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zur Entwicklung der Strompreise in Deutschland.

Monatsdurchschnitt
| Monat | Strompreise Bestandskunden |
Strompreise Neukunden |
Strombörse EEX Day Ahead |
|---|---|---|---|
| Jan 2026 | 31,6 Ct/kWh | 22,9 Ct/kWh | 101 €/MWh |
| Dez 2025 | 32,9 Ct/kWh | 22,8 Ct/kWh | 93 €/MWh |
| Nov 2025 | 33,5 Ct/kWh | 23,3 Ct/kWh | 102 €/MWh |
| Okt 2025 | 34,4 Ct/kWh | 25,2 Ct/kWh | 84 €/MWh |
| Sep 2025 | 34,6 Ct/kWh | 26,6 Ct/kWh | 81 €/MWh |
| Aug 2025 | 34,8 Ct/kWh | 27,3 Ct/kWh | 72 €/MWh |
| Juli 2025 | 35,2 Ct/kWh | 27,5 Ct/kWh | 84 €/MWh |
| Juni 2025 | 35,0 Ct/kWh | 27,0 Ct/kWh | 65 €/MWh |
| Mai 2025 | 34,7 Ct/kWh | 26,7 Ct/kWh | 60 €/MWh |
| Apr 2025 | 34,9 Ct/kWh | 27 Ct/kWh | 73 €/MWh |
| Mär 2025 | 35,4 Ct/kWh | 27,1 Ct/kWh | 92 €/MWh |
| Feb 2025 | 35,8 Ct/kWh | 28,8 Ct/kWh | 130 €/MWh |
| Jan 2025 | 35,9 Ct/kWh | 28,9 Ct/kWh | 115 €/MWh |
| Strompreise | Haushaltskunden | Tarife für Neukunden | Strombörse EEX Day Ahead |
|---|---|---|---|
| Dez 2024 | 35,8 Ct/kWh | 28,4 Ct/kWh | 110 €/MWh |
| Nov 2024 | 34,8 Ct/kWh | 26,4 Ct/kWh | 115 €/MWh |
| Okt 2024 | 34,9 Ct/kWh | 23,8 Ct/kWh | 85,7 €/MWh |
| Sep 2024 | 35,9 Ct/kWh | 26,6 Ct/kWh | 76 €/MWh |
| Aug 2024 | 35,3 Ct/kWh | 26 Ct/kWh | 77 €/MWh |
| Jul 2024 | 35,9 Ct/kWh | 25,5 Ct/kWh | 63,5 €/MWh |
| Jun 2024 | 36,0 Ct/kWh | 26,4 Ct/kWh | 81,6 €/MWh |
| Mai 2024 | 36,1 Ct/kWh | 26 Ct/kWh | 62,9 €/MWh |
| Apr 2024 | 35,3 Ct/kWh | 25,5 Ct/kWh | 62,4 €/MWh |
| Mär 2024 | 35,4 Ct/kWh | 25,6 Ct/kWh | 64,7 €/MWh |
| Feb 2024 | 35,7 Ct/kWh | 25,9 Ct/kWh | 61,3 €/MWh |
| Jan 2024 | 37,4 Ct/kWh | 27,3 Ct/kWh | 76,6 €/MWh |
| Dez 2023 | 38,1 Ct/kWh | 27,8 Ct/kWh | 68,5 €/MWh |
| Nov 2023 | 38,6 Ct/kWh | 28,7 Ct/kWh | 91,1 €/MWh |
| Okt 2023 | 38,6 Ct/kWh | 29 Ct/kWh | 87,4 €/MWh |
| Sept 2023 | 39,2 Ct/kWh | 28,7 Ct/kWh | 100,7 €/MWh |
| Aug 2023 | 39,6 Ct/kWh | 30 Ct/kWh | 94,3 €/MWh |
| Juli 2023 | 39,9 Ct/kWh | 29 Ct/kWh | 77,6 €/MWh |
| Juni 2023 | 41,4 Ct/kWh | 29 Ct/kWh | 94,8 €/MWh |
| Mai 2023 | 42 Ct/kWh | 31 Ct/kWh | 81,7 €/MWh |
| April 2023 | 43 Ct/kWh | 32 Ct/kWh | 100,7 €/MWh |
| März 2023 | 46 Ct/kWh | 34,2 Ct/kWh | 102,5 €/MWh |
| Feb 2023 | 47 Ct/kWh | 36,9 Ct/kWh | 128,3 €/MWh |
| Jan 2023 | 48,2 Ct/kWh | 40,4 Ct/kWh | 117,8 €/MWh |
| Dez 2022 | 43,3 Ct/kWh | 47,1 Ct/kWh | 251,6 €/MWh |
| Nov 2022 | 48,2 Ct/kWh | 51,1 Ct/kWh | 173,6 €/MWh |
| Okt 2022 | 53,8 Ct/kWh | 65,3 Ct/kWh | 152,6 €/MWh |
| Sept 2022 | 51,6 Ct/kWh | 64,8 Ct/kWh | 346,1 €/MWh |
| Aug 2022 | 41,9 Ct/kWh | 51,5 Ct/kWh | 465,2 €/MWh |
| Juli 2022 | 38,5 Ct/kWh | 39,1 Ct/kWh | 315 €/MWh |
| Juni 2022 | 39,7 Ct/kWh | 37,1 Ct/kWh | 218 €/MWh |
| Mai 2022 | 39,3 Ct/kWh | 41,3 Ct/kWh | 177,5 €/MWh |
| April 2022 | 43,4 Ct/kWh | 45,8 Ct/kWh | 165,7 €/MWh |
| März 2022 | 37 Ct/kWh | 44,7 Ct/kWh | 252 €/MWh |
| Feb 2022 | 38,8 Ct/kWh | 38,9 Ct/kWh | 128,8 €/MWh |
| Jan 2022 | 40,6 Ct/kWh | 44,1 Ct/kWh | 167,7 €/MWh |
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In rund 97 Prozent aller Orte in Deutschland sinken die Strompreise 2026 teils spürbar. Haupttreiber sind deutlich reduzierte Netzentgelte, die durch staatliche Zuschüsse preisdämpfend wirken. Damit zeichnet sich erstmals seit Jahren eine nahezu flächendeckende Entlastung für Stromkunden ab.
Single-Haushalte zahlen 2026 im bundesweiten Durchschnitt rund 6,23 % weniger, Familienhaushalte (4.000 kWh p.a.) sogar 8,18 %. Auch kleinere Gewerbekunden (40.000 kWh p.a.) profitieren – die Entlastung liegt bei 5 %.
Fast die Hälfte aller Grundversorger senkt zum Jahreswechsel die Strompreise. Im Durchschnitt sinken die Stromkosten um 8,7 Prozent für etwa 3,4 Millionen Kunden in der Grundversorgung.
(Quelle: ene’t , Auswertung neuer Grundversorgungstarife in 9.168 Postleitzahlengebieten, Verivox)
Ab Januar 2026 können Millionen Stromkunden mit sinkenden Preisen rechnen. Die Bundesregierung hat die Netzentgelte mit einem Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro subventionier. Für einen 4-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh sollen die Netzentgelte 2026 um 17 % im bundesweiten Schnitt sinken, aber es gibt große regionale Unterschiede bei der Entlastung.
Wie sich die Strompreise 2026 für Verbraucher entwickeln werden, hängt auch von den Kursverläufen an der Strombörse ab. Der allgemeine Trend bei der langfristigen Strombeschaffung weist auf leicht sinkende bis stabile Strompreise 2026 hin.
Ab 2026 wird für Strom, der aus fossilen Energieträgern erzeugt wird, ein noch höherer CO2-Preis erhoben. Die Emissionszertifikate werden nicht mehr zu festen Preisen verkauft, sie werden versteigert, wobei eine festgelegte Preisspanne von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 gilt - vorausgesetzt, die derzeitig geplante Zertifikateverfügbarkeit und die Marktstabilitätsmaßnahmen bleiben bestehen. [CO2-Preis 2025 = 55 €, 2024 = 45 €].
Steuern, Abgaben und Umlagen verteuern sich für Privathaushalte 2026 gesamt um rund 4,6 %.
Die KWKG-Umlage steigt 2026 auf 0,446 ct/kWh und liegt damit rund 61 % über dem Vorjahreswert von 0,277 ct/kWh. Auch die Offshore-Netzumlage erhöht sich – von bislang 0,816 auf 0,941 ct/kWh, ein Plus von 15,3 %. Der Aufschlag für besondere Netznutzung (AbN, ehemals §19 StromNEV-Umlage) beträgt 2026 1,559 ct/kWh und liegt damit 0,06 % über dem Wert von 2025.
Nach der Energiekrise haben sich die Strompreise für Verbraucher spürbar beruhigt. Für 2025 zeichnete sich bereits ein leichter Rückgang ab, der sich 2026 fortsetzen wird – unter anderem durch sinkende Netzentgelte. Auch moderat rückläufige Großhandelspreise tragen zu diesem Trend bei.
| Stromkunden | Stromverbrauch | Strompreis sinkt 2026 |
|---|---|---|
| Singles | 1.500 kWh | -6,23 % |
| Familien | 4.000 kWh | -8,18 % |
| Gewerbe | 40.000 kWh | -5,00 % |
Der Bund plant für 2026 Mittel in Höhe von 29,5 Milliarden Euro ein, um die Stromkosten für Haushalte und Wirtschaft zu stabilisieren. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lagen diese Ausgaben noch bei lediglich 4,13 Milliarden Euro. Trotz der Rekordsummen bleibt die Regierung hinter den ursprünglichen Versprechen zurück: Eine generelle Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher auf das EU-Minimum scheiterte laut Finanzminister Klingbeil an fehlenden Mitteln.
Experten von IW und der Energiewende-Kommission kritisieren Subventionen als teuer und nicht nachhaltig und fordern stattdessen niedrigere Systemkosten, etwa durch effizienteren Netzausbau.
Die Summe setzt sich aus verschiedenen Posten zusammen:
EEG-Förderung: 14,6 Mrd. Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien.
Netzentgelte: 6,5 Mrd. Euro Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten.
Stromsteuer-Senkung: 3,9 Mrd. Euro an Mindereinnahmen (primär für Industrie und Landwirtschaft).
Strompreiskompensation: 3,0 Mrd. Euro für ca. 340 energieintensive Unternehmen.
Industriestrompreis: 1,5 Mrd. Euro für das neue Entlastungsinstrument.
Quelle: Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für das Handelsblatt.
| Subvention Maßnahme | Kosten 2026 |
|---|---|
| EEG-Umlage | 14,6 Mrd. € |
| Netzentgelte | 6,5 Mrd. € |
| Stromsteuer | 3,9 Mrd. € |
| Strompreis- kompensation |
3,0 Mrd. € |
| Industriestrompreis | 1,5 Mrd. € |
| Gesamt | 29,5 Mrd. € |
Wie hat sich der Strompreis an der Börse 2025 entwickelt?
Im Dezember 2025 lag der durchschnittliche Börsenstrompreis bei 93 Euro pro Megawattstunde (MWh) – ein Rückgang von -15 % gegenüber Dezember 2024 (110 Euro/MWh). Im Gesamtjahr 2025 lag der Börsenstrompreis mit 8,65 Ct/kWh rund 10,9 % über dem Vorjahr (2024: 7,80 Ct).
Wie oft gibt es negative Strompreise?
Bis Mitte Dezember 2025 gab es in Deutschland 575 Stunden mit negativen Strompreisen, 118 Stunden mehr als 2024 (457 Stunden) und deutlich mehr als 2023 (301 Stunden). Damit ist 2025 bislang das Jahr mit den meisten negativen Stundenpreisen.
Jahresbilanz - Wurde Strom 2025 teurer oder billiger?
Die Strompreise für private Haushalte sind 2025 spürbar zurückgegangen, allerdings mit deutlichen Unterschieden je nach Tarif. Kunden mit laufenden Verträgen profitierten im Jahresverlauf von durchschnittlich rund 8 % niedrigeren Preisen. Noch stärker fiel der Rückgang bei Neukundentarifen aus, die sich um fast 20 % verbilligten.
Deutlich teurer blieb hingegen die Grundversorgung: Hier lagen die Preise im Schnitt bei rund 44 Cent je Kilowattstunde und damit klar über dem Marktniveau. Zum Jahreswechsel zeichnet sich jedoch auch in diesem Segment eine leichte Entlastung ab – der bundesweite Durchschnittspreis sinkt um knapp 3 %.
Für Verbraucher, die etwas gegen ihre hohen Strompreise unternehmen wollen, lohnt sich ein genauer Blick in den Vergleichsrechner.
Quellen: Stromanbieter, Check24, Verivox, Energy-charts.info, Leipziger Strombörse [EEX Day Ahead, Volumen], BNetzA
Ab 2025 können etwa 10 Millionen Stromkunden mit sinkenden Strompreisen rechnen, während für einige Verbraucher die Kosten leicht steigen werden. Der Grund dafür ist eine gerechtere Verteilung der Netzentgelte, die etwa ein Viertel des Strompreises ausmachen. Diese Entwicklung der Strompreise kommt vor allem ländlichen Regionen in Nord- und Ostdeutschland sowie Bayern zugute. In diesen Gebieten zahlten die Stromkunden bisher sehr hohe Preise, da die Kosten für den Ausbau neuer Stromleitungen zu Wind- und Photovoltaikanlagen allein auf sie umgelegt wurden. Das wird sich nun ändern.
Binnen eines Jahres sind die Strompreise für Neukunden in Deutschland deutlich gesunken. Anfang Januar lagen sie im Schnitt bei 22,7 Cent je Kilowattstunde – rund ein Fünftel weniger als zuvor.
Wie sich die Strompreise 2025 für Verbraucher entwickeln werden, hängt auch von den Kursverläufen an der Energiebörse ab. Der allgemeine Trend bei der langfristigen Strombeschaffung weist auf "sinkende Strompreise 2025" hin. [Quelle: first energy]
Ab 2025 wird für Strom, der aus fossilen Energieträgern wie Erdgas und Kohle erzeugt wird, ein höherer CO2-Preis erhoben. Der Bundestag hat beschlossen, den CO2-Preis auf 55 € pro Tonne anzuheben. [2024: € 45].
Die meisten Haushalte haben die Strompreisentwicklung der vergangenen 2 Jahre stark zu spüren bekommen. Doch mittlerweile bieten die alternativen Stromanbieter wieder sehr viel günstigere Stromtarife an. Laut Meldungen der Stromvergleichsportale können Neukunden bei Wechsel zu einem neuen Stromanbieter zwischen 20 und 30 Prozent beim Stromtarif sparen. Lassen Sie sich die 10 günstigsten Stromanbieter oder eine Liste aller günstigen Tarife für Ihren Wohnort anzeigen.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie den Stromanbieter wechseln können oder wann Sie kündigen müssen, informieren Sie sich über die Kündigungsfristen in Ihrem Stromvertrag.
Die Großhandelspreise an der europäischen Strombörse gehen auf und ab, wie die nebenstehende Grafik zeigt. In den letzten 3 Jahren schwankten die Strompreise zwischen 36 Euro und 586 Euro pro Megawattstunde Strom.
Die Grafik zeigt die Strompreisentwicklung an der europäischen Strombörse am EPEX-Spotmarkt von 2022 bis 2025 wo der Strom täglich im sogenannten Day-Ahead-Markt gehandelt wird. Der Strompreis für Deutschland an der europäischen Strombörse lag im Dezember 2024 bei 110 Euro pro Megawattstunde im Durchschnitt. Im Dezember das Krisenjahres 2022 musste für die MWh Strom im Schnitt noch 253 Euro bezahlt werden.
Die Strompreisentwicklung am "Day-Ahead-Markt" hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Nachfrage, dem verfügbaren Stromangebot und politischen Entscheidungen. Einige Stromanbieter bieten bereits flexible Stromtarife an, die an diese Börsenstrompreise gekoppelt sind. Für Kunden dieser Anbieter ist es wichtig, die Entwicklung der Strompreise in den kommenden Tagen zu kennen, um ihren Verbrauch an die Preisschwankungen anzupassen. Zur interaktiven Grafik
Die deutschen Strompreise an der Börse sind 2024 um 16,8 % gesunken auf 7,95 Cent pro Kilowattstunde [2023: 9,55 Cent/kWh] und das trotz des vollständigen Atomausstiegs. Der Strompreis lag sogar unter dem Niveau von 2021 (9,66 Cent/kWh), als noch 6 Atomkraftwerke betrieben wurden. Mit 8,65 Cent/kWh lag der Börsenstrompreis 2025 rund 10,9 % über dem Vorjahreswert von 7,80 Ct/kWh. (Stand 01.01.2026)
Die Strompreise an der Börse rutschen immer öfter ins Minus. Grund ist der starke Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland: Im Sommer bei hoher Sonneneinstrahlung produzieren sie zur gleichen Zeit mehr Strom, als nachgefragt wird. So kam es allein an 22 Tagen im Juni 2025 zu insgesamt 141 Stunden mit negativen Börsenstrompreisen – am Sonntag (22.06.) fiel der Strompreis am Day-Ahead-Markt auf bis zu –9,9 Cent/kWh. (Zum Vergleich: Mai 2025 mit 130 Stunden an 21 Tagen, 1. Halbjahr 2025 insgesamt 389 Stunden)
In solchen Phasen müssen Stromproduzenten Geld zahlen, damit ihr Strom abgenommen wird. Für Endverbraucher sinken dadurch die Strompreise (in flexiblen Tarifen), während Betreiber neuer PV-Anlagen seit Februar 2025 bei negativen Börsenpreisen keine Einspeisevergütung mehr erhalten. Grundlage dafür ist das neue „Solarspitzengesetz“, das Einspeisungen in Überangebot-Zeiten unattraktiver machen soll – bislang mit begrenztem Erfolg.
Umfangreiche Steuerentlastungen, rückläufige Großhandelspreise und milliardenschwere Zuschüsse zu den Netzentgelten haben die Strompreise wieder etwas sinken lassen.
Beim Thema Strompreisentwicklung vermissen die meisten Verbraucher klare Antworten. Sie wissen nicht, was auf sie zukommt, warum der Strom so teuer ist und ob Strom 2025 wieder billiger wird. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte in Deutschland ist seit dem Jahr 2000 von 13,94 auf 37,2 Cent pro Kilowattstunde in 2026 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 167 % beziehungsweise 6,4 % pro Jahr. Der größte Preissprung war in den Jahren 2022 und 2023 zu verzeichnen. In diesen beiden Jahren zusammen stieg der durchschnittliche Strompreis für Verbraucher um 43 % von 32,84 Cent (2021) auf 47,01 Cent. Seitdem sind die Strompreise wieder gesunken und deutsche Verbraucher zahlten Anfang 2026 im Schnitt 37,2 Cent für die Kilowattstunde Strom (- 21 %). In diesen 37,2 Cent sind die Kosten für Stromerzeugung, Netzentgelte, sowie alle Steuern und Abgaben enthalten.
Die Steuern, Abgaben und Umlagen beim Strompreis haben sich zwischen 2000 und 2026 mehr als verdoppelt [von 5,19 auf 12,60 Cent]. Um Verbraucher zu entlasten, wurde der Kostenblock „staatlichen Belastungen“ drastisch reduziert (EEG-Umlage gestrichen) und macht heute nur noch 34 % des Strompreises aus. Seinen Höchstwert erreichte dieser Kostenblock 2017 als der Staat 53,5 % Steuern auf den Strompreis erhob. Auf Netzentgelte entfallen in diesem Jahr 25 % und die verbleibenden 41 % bekommt der Stromanbieter für die Bereitstellung der Energie.
| Jahr | Strompreis Ct/kWh | Steuern & Abgaben | Netzentgelte | Stromerzeugung |
|---|---|---|---|---|
| 2026 | 37,2 Ct/kWh | 33,9 % | 24,8 % | 41,3 % |
| 2025 | 39,2 Ct/kWh | 32 % | 27,5 % | 40,5 % |
| 2024 | 40,2 Ct/kWh | 29,1 % | 28,4 % | 42,5 % |
| 2023 | 47,01 Ct/kWh | 26,8 % | 19,9 % | 53,3 % |
| 2022 | 46,27 Ct/kWh | 30,7 % | 17,2 % | 52,1 % |
| 2021 | 32,84 Ct/kWh | 50,3 % | 23,6 % | 26,1 % |
| 2020 | 32,25 Ct/kWh | 50,4 % | 23,9 % | 25,7 % |
| 2019 | 31,18 Ct/kWh | 51,6 % | 23,5 % | 24,9 % |
| 2018 | 30,33 Ct/kWh | 53,1 % | 24 % | 23 % |
| 2017 | 30,36 Ct/kWh | 53,4 % | 25 % | 21,6 % |
| 2016 | 29,75 Ct/kWh | 52,6 % | 22,3 % | 25,1 % |
Quelle: BDEW
Die Strompreise haben sich in den vergangenen drei Jahren wieder zugunsten der Verbraucher entwickelt. Zwar liegt das Preisniveau für Haushalte in Deutschland weiterhin auf hohem Niveau, doch zuletzt waren deutliche Entlastungen zu beobachten. Im Zehnjahresvergleich bewegten sich Preiserhöhungen meist im einstelligen Prozentbereich; ab 2022 kam es jedoch infolge der Energiekrise zu außergewöhnlich starken Kostensteigerungen von über 40 %.
Anfang 2026 zahlten private Haushalte in Deutschland dennoch weiterhin vergleichsweise hohe Strompreise. Lag der durchschnittliche Preis 2021 – vor Ausbruch der Energiekrise – noch bei 33,8 Cent je Kilowattstunde, waren es zu Jahresbeginn 2026 rund 37,2 Cent. Haupttreiber dieser Entwicklung waren stark gestiegene Beschaffungskosten. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine verteuerte insbesondere die Stromerzeugung aus Gas und Kohle und führte zu massiven Preissprüngen an den Strombörsen. Zwar schlagen Börsenpreisschwankungen nicht unmittelbar auf die Endkundenpreise durch, die anhaltenden Verwerfungen am Energiemarkt ließen den Kostenblock „Strombeschaffung und Vertrieb“ jedoch um 192 % steigen. Während Versorger im Januar 2021 noch 8,6 Cent je Kilowattstunde für die Erzeugung veranschlagten, waren es zu Jahresbeginn 2023 bereits 25,1 Cent.
Auch die Netzentgelte steigen seit Jahren kontinuierlich. Als Gründe gelten vor allem hohe Investitionen in den Netzausbau, zunehmende Kosten für Redispatch-Maßnahmen sowie seit 2022 auch höhere Preise an den Strombörsen. Im Jahr 2026 werden die Netzentgelte mit rund 6,5 Milliarden Euro aus Bundesmitteln subventioniert.
| Jahr | 2026 | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EEG-Umlage | 0 Ct | 0 Ct | 0 Ct | 0 Ct | 1,86 Ct | 6,5 Ct | 6,76 Ct | 6,4 Ct | 6,79 Ct | 6,88 Ct |
| KWK-Umlage | 0,45 Ct | 0,28 Ct | 0,28 Ct | 0,36 Ct | 0,38 Ct | 0,25 Ct | 0,23 Ct | 0,28 Ct | 0,35 Ct | 0,44 Ct |
| Offshore-Netzumlage | 0,94 Ct | 0,82 Ct | 0,66 Ct | 0,59 Ct | 0,42 Ct | 0,4 Ct | 0,42 Ct | 0,42 Ct | 0,04 Ct | -0,03 Ct |
| §19 StromNEV-Umlage | 1,56 Ct | 1,56 Ct | 0,64 Ct | 0,42 Ct | 0,44 Ct | 0,43 Ct | 0,36 Ct | 0,31 Ct | 0,37 Ct | 0,39 Ct |
| Konzessionsabgabe | 1,67 Ct | 1,67 Ct | 1,67 Ct | 1,66 Ct | 1,65 Ct | 1,65 Ct | 1,65 Ct | 1,65 Ct | 1,65 Ct | 1,65 Ct |
| AbLa-Umlage | 0 Ct | 0 Ct | 0 Ct | 0 Ct | 0 Ct | 0,01 Ct | 0,01 Ct | 0,01 Ct | 0,01 Ct | 0,01 Ct |
| Stromsteuer | 2,05 Ct | 2,05 Ct | 2,05 Ct | 2,05 Ct | 2,05 Ct | 2,05 Ct | 2,05 Ct | 2,05 Ct | 2,05 Ct | 2,05 Ct |
| MwSt | 5,95 Ct | 6,35 Ct | 6,42 Ct | 7,51 Ct | 7,39 Ct | 5,24 Ct | 4,8 Ct | 4,98 Ct | 4,84 Ct | 4,85 Ct |
| Summe Steuern & Abgaben | 12,61 Ct | 12,72 Ct | 11,71 Ct | 12,59 Ct | 14,19 Ct | 16,53 Ct | 16,27 Ct | 16,09 Ct | 16,09 Ct | 16,23 Ct |
| Netzentgelte | 9,26 Ct | 10,96 Ct | 11,42 Ct | 9,35 Ct | 7,98 Ct | 7,73 Ct | 7,71 Ct | 7,33 Ct | 7,27 Ct | 7,58 Ct |
| Beschaffung & Vertrieb | 15,38 Ct | 16,12 Ct | 17,09 Ct | 25,08 Ct | 24,11 Ct | 8,57 Ct | 8,28 Ct | 7,76 Ct | 6,97 Ct | 6,56 Ct |
| Strompreis Gesamt | 37,2 Ct | 39,8 Ct | 40,22 Ct | 47,01 Ct | 46,27 Ct | 32,84 Ct | 32,25 Ct | 31,18 Ct | 30,33 Ct | 30,36 Ct |
Den größten Einfluss auf die Strompreisentwicklung seit 2022 haben die Börsenstrompreise. Mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine sind die Strompreise im Großhandel stark gestiegen, denn der Mangel an Erdgas trieb auch die Einkaufspreise für Strom an den Strombörsen in utopische Höhen [Merit Order Effekt].
Die enorm gestiegenen Großhandelspreise spiegelten sich direkt in den Strompreisen für Verbraucher wieder. Die Folge waren deutschlandweite Preiserhöhungen von über 60%. Durch die sich langsam entspannende Situation am Gasmarkt sinken parallel dazu auch die Strompreise an der Börse wieder.
Die kontinuierlich steigende Einspeisung aus Erneuerbaren Energien führt ebenfalls zu Entspannung an der Strombörse. Die durchschnittlichen Strompreise am Strommarkt sind 2024 um 16,8 % gesunken auf 7,95 Cent pro Kilowattstunde und waren damit deutlich niedriger trotz Atomausstieg.
Markt-Analysten sehen daher bei der Strompreisentwicklung 2025 ein stabileres Preisniveau mit leichtem Abwärtstrend.
Die extremen Preissprünge am Strommarkt liegen am Merit-Order-Verfahren, nach dem die Strompreise im Stromgroßhandel entstehen. Das Kraftwerk mit den höchsten Erzeugerkosten, das noch gebraucht wird, um den Strombedarf zu einem bestimmten Zeitpunkt zu decken, bestimmt den Strompreis. Mit dem Anstieg der Gaspreise steigen auch die Kosten für die Stromerzeugung in Gaskraftwerken. Alle anderen Anbieter (Kohle, Atom, Öko…) bekommen denselben Preis, auch wenn sie den Strom viel günstiger produzieren können.
Die Preisanstiege am Strommarkt in den vergangenen Jahren waren extrem. Sowohl für kurzfristig benötigte Strommengen als auch für Strom, der für 1-2 Jahre im Voraus eingekauft wird. Die meisten Stromanbieter [insbesondere Grundversorger] mussten die heftigen Preisspitzen zwar nicht 1:1 an ihre Kunden weitergeben, weil sie eine langfristige Beschaffungsstrategie verfolgen und noch günstigere Strommengen vorrätig hatten. Doch diese Einkaufsstrategie ist auch der Grund, weshalb sie die aktuellen Preissenkungen an der Strombörse nicht sofort berücksichtigen können. Günstige Stromanbieter mit kleinerem Kundenstamm können flexibler reagieren und jetzt durch sinkende Großhandelspreise bessere Neukundenangebote machen.
Stromtarife für Haushaltskunden bestehen in der Regel aus 2 Komponenten: der Grundgebühr und dem Arbeitspreis. Die Grundgebühr ist eine meist monatlich zu zahlende pauschale Gebühr, die pro Anschluss/Zähler erhoben werden. Dabei ist es unerheblich, wie viel Strom tatsächlich verbraucht wird. Zusätzlich wird vom Stromanbieter ein Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde berechnet. Er richtet sich nach dem tatsächlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden.
Für private Haushalte setzt sich der Strompreis [pro kWh] aus 3 Hauptkomponenten zusammen: Die erste umfasst die Stromerzeugerkosten oder die Kosten für den Einkauf von Strom. Den zweiten Kostenblock bilden Steuern, Umlagen und Abgaben. Der dritte Block, die sogenannten Netzentgelte, beinhaltet die Kosten für den Transport und die Messung des Stroms.
Stromerzeugerkosten stark gestiegen
In den vergangenen Jahren lag der Kostenbereich Strombeschaffung eher bei 20-25% des Strompreises, doch die hohen Einkaufspreise an der Strombörse ließen die Kosten sprunghaft steigen. Heute entfallen etwa 41 % des Strompreises auf Beschaffung und Vertrieb.
In den kommenden Jahren [2026 – 2027] wird der Stromeinkauf voraussichtlich weiterhin der größte Kostenblock bleiben. Zusätzlich ist damit zu rechnen, dass die Netzentgelte für Strom in Zukunft deutlich ansteigen werden.
Netzentgelte beeinflussen die Strompreisentwicklung stärker
Die Netzentgelte [Gebühren, die für die Nutzung des Stromnetzes erhoben werden] sind aufgrund hoher Subventionen 2026 etwas gesunken, was sich auch in niedrigeren Preisen niederschlägt und die Strompreisentwicklung nachhaltig beeinflusst. Diese Gebühren machen 2026 insgesamt einen Anteil von rund 25 % an der Gesamtzusammensetzung des Strompreises aus. Doch die Netzentgelte variieren je nach Region.
Wird Strom in den kommenden Jahren noch teurer? Wie sehen die Prognosen für die zukünftige Entwicklung der Strompreise aus und was sind die entscheidenden Faktoren?
Die Energiemarks-Analysten von BloombergNEF erwarten fallende Strompreise bis 2035 – danach wieder einen deutlichen Anstieg bis 2050. Der deutsche Strommarkt steht vor einer beispiellosen Umbruchphase. Der Mix aus erneuerbaren Energien, wachsender Nachfrage und geopolitischer Unsicherheit sorgt laut einer Analyse von BloombergNEF für starke Schwankungen bei den Strompreisen.
In den kommenden zehn Jahren könnte Strom in Deutschland zuerst deutlich günstiger werden. BloombergNEF prognostiziert, dass die Großhandelspreise bis 2035 auf etwa 47 Euro pro Megawattstunde sinken.
Grund: Der rasche Ausbau von Wind- und Solarenergie verdrängt teure fossile Energieträger wie Kohle und Gas.
Bedeutung: Geringere Gestehungskosten und mehr Versorgungssicherheit – Deutschland profitiert von einem steigenden Anteil heimischer, erneuerbarer Energiequellen.
| Zeitraum | Strompreis (€/MWh) | Veränderung / Trend | Hauptursache |
|---|---|---|---|
| 2025 → 2035 | 85 → 47 | −45 % | Ausbau von Wind- und Solarenergie; sinkende Gestehungskosten |
| 2035 → 2050 | 47 → 92 | Ø +3,3 % p.a. | Wachsende Nachfrage (E-Mobilität, Rechenzentren), steigende CO₂- und Gaspreise, begrenzte Flexibilität |
Ab 2035 dreht sich der Trend wieder: BloombergNEF erwartet einen deutlichen Preisanstieg auf rund 92 Euro pro Megawattstunde bis 2050. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 3,3 Prozent.
Treiber des Anstiegs:
Wachsende Stromnachfrage durch E-Mobilität und Rechenzentren Steigende Gas- und CO₂-Kosten
Erneuerbare Energien decken nur etwa 84 Prozent des Strombedarfs – Gas bleibt notwendig
Struktur des Energiemixes laut Prognose:
Onshore-Wind: Anstieg von 27 % auf 45 %
Offshore-Wind: Schlüsselrolle bei Netzstabilisierung
Solar: Stagnation bei rund 20 %
Kohle: Vollständiger Ausstieg bis 2038
Die Analysten sprechen von einer „Achterbahnfahrt der Börsenstrompreise“ – mit starken Schwankungen zwischen Überangebot und Spitzenlastzeiten.
Quelle: BlombergNEF
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz rechnet in einer langfristigen Prognose zur Strompreisentwicklung für Haushaltskunden mit Stabilisierung der Strompreise, gefolgt von einem Rückgang der Strompreise in 2025.
Von 2026 bis 2040 wird ein moderater, aber kontinuierlicher Anstieg der Strompreise prognostiziert. [Zahlen für Haushalte in Grundverträgen, Neukundeverträge sind oft günstiger]
Kernaussagen der Strompreisprognose:
1. Rückgang der Strompreise in 2025 auf 37,00 Ct/kWh.
2. Leichter Anstieg der Strompreise bis 2035 auf 38,89 Ct/kWh, was eine moderate Steigerung von weniger als 2 Ct/kWh in 10 Jahren ist.
3. Weiterer moderater Anstieg der Strompreise bis 2040. Es wird prognostiziert, dass der Strompreis bis 2040 Jahr 2042 einen Wert von 40,27 Ct/kWh.
Quelle: Bundestag.de, Prognose des BMWK hinsichtlich der längerfristigen Strompreisentwicklung
| Jahr | Strompreis Prognose |
|---|---|
| 2025 | 37,00 ct/kWh |
| 2030 | 37,93 ct/kWh |
| 2035 | 38,89 ct/kWh |
| 2040 | 39,87 ct/kWh |
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